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Artenschutzprojekt wird auf zwei neuen Schildern vorgestellt

Am Montag, den 17. November 2014 wurden im Schlosspark Meßkirch zwei neue Schilder über die Artenschutzmaßnahmen im und um das Schloss für Vögel und Fledermäuse eingeweiht.

Zur Einweihung kamen Bürgermeister Arne Zwick, Stadtbaumeister Thomas Kölschbach, Jürgen Zimmerer von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Sigmaringen, Fledermausexperte Luis Ramos, einige Mitglieder des BUND, BUND Regionalgeschäftsführerin Rita Strieckmann und Vorstand des BUND Meßkirch Dr. Angela Andres.

Dr. Angela Andres blickte bei ihrer Begrüßung auf die Historie des Schlossgartens zurück. Dieser wurde im Jahr 1939 unter Naturschutz gestellt. Ursprünglich beherbergte der Schlossgarten bis zu 300 Linden, die um das Jahr 1700 gepflanzt wurden. Von diesen sind heute nur noch einige vorhanden. 1990 sollte sogar der gesamte Baumbestand im Hofgarten aufgrund von herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen abgeholzt werden. Dies konnte jedoch dank des Eingreifens des BUND Meßkirch verhindert werden.
Der Hofgarten bietet im Frühling ein Blütenmeer aus Schlüsselblumen und Orchideen. Zudem beherbergt er aktuell 44 Vogelarten, davon 31 Brutvogelarten und zahlreiche Fledermausarten.

Luis Ramos ging detailliert auf die Situation für die Vögel und Fledermäuse ein.
Aufgrund von vorangegangenen Renovierungsarbeiten am Schloss wurden die Lebensräume für Fledermäuse und Vogelarten wie Mauersegler, Dohlen Turmfalken und Schleiereulen stark beeinträchtigt. Jedoch wurden in diesem Jahr die entsprechenden Artenschutzmaßnahmen durchgeführt, die zur Neuschaffung bzw. Optimierung der Lebensräume führten. Somit haben die Tiere nun wieder die Möglichkeit, sich im Schloss und im Hofgarten zu beheimaten. Das Projekt wurde vom BUND angestoßen und in guter Zusammenarbeit mit der Stadt Meßkirch ausgeführt.

Hier finden sie den dazugehörigen Artikel der Schwäbischen Zeitung mit Video und hier den Artikel vom Südkurier

Fledermausexkursion im Schlosspark

Besichtigung von Maßnahmen zum Artenschutz für Feldermäuse und Vögel im Schloss Meßkirch und dem Schlosspark

Der BUND lud am Donnerstag, den 17. Juli 2014 nach Meßkirch zu einer Besichtigung des Artenschutzprojektes mit Experte Luis Ramos ein.

HINTERGRUND:

Aufgrunde der Renovierung des Schlosses wurden die Lebensräume für Feldermäuse und Vogelarten wie Mauersegeler, Dohlen, Turmfalken und Schleiereulen merklich verkleinert.

Angestoßen durch den BUND beantragte die Stadt Meßkirch beim LEADER-Programm entsprechende Artenschutzmaßnahmen.

Zum Beispiel den Einbau von Einflugmöglichkeiten für Fledermäuse, Lüfterziegel mit Anflughilfen, sowie Quartiere für Fledermäuse und Nistkästen für die verschiedenen Vogelarten. Dadurch hat man die Lebensräume wiederhergestellt und optimiert um die Tiere wieder in Schloss und Hofgarten zu beheimaten.

Im Rahmen des LEADER- Projektes wurden die beschriebenen Maßnahmen bezuschusst. Nach Beendigung des Leader-Projektes fehlten ein Monitoring und die Öffentlichkeitsarbeit. Dafür stellte der BUND einen Antrag über die Landschaftspflegerichtlinie für einen Zuschuss. Ein Monitoring ist wichtig, um den Erfolg von Maßnahmen zu überprüfen. Kleine Optimierungen haben oft große Wirkungen für die Tiere.

FÜHRUNG:

Unter der Leitung des Fledermausexperten Luis Ramos wurden 26 TeilnehmerInnen zum Schloss und Hofgarten geführt. Dabei zeigten sich gleich zu Anfang etliche Bewohner der Anlage: eine Zwergfledermaus überflog die Besucher, außerdem konnten Dohlen und Mauersegler beobachtet werden. Der Turmfalke hat seinen Nistkasten schon bezogen.

Mehr über Fledermaüse und weitere Projekte in Deutschland finden sie hier.

 

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(Fotos: Rita Strieckmann)


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